Packliste für die Wüste: das Kurze, und warum jedes Teil drauf steht
Vom Team Désert Foum Zguid · Aktualisiert am 17. August 2026
Die ehrliche Liste passt in eine weiche Tasche: Kleidung in Schichten, ein Tuch, geschlossene Schuhe, Sonnenbrille, Creme und eine Powerbank. Alles andere — Schlafsäcke, Decken, Wasser, Essen — stellen wir. Was fast alle vergessen und dann vermissen, ist eine Mütze für die Nacht, sogar im Frühjahr.
Die Regel, die alles zusammenfasst: Schichten
Die Wüste hat keine Temperatur, sie hat zwei. Im November geht es von 27 °C am Nachmittag auf 10 °C drei Stunden später, im Januar ist der Absturz noch schroffer. Mit einem einzigen Kleidungsstück trifft das niemand: Was funktioniert, sind drei dünne Lagen, die man über den Tag an- und auszieht — statt einer dicken Jacke, die um zwei Uhr zu viel und um neun Uhr zu wenig ist.
Das Unverzichtbare
- Lagen. Langarmshirt (schützt besser vor Sonne als kurzärmelig), Fleece und Windjacke. Im Winter kommt eine Thermolage dazu.
- Chèche oder langes Tuch. Im Dorf für wenig Geld zu kaufen, und wir zeigen Ihnen, wie man es bindet. Es hilft gegen Sonne, Wind und Staub — dafür gibt es keinen westlichen Ersatz, der ebenso gut funktioniert.
- Geschlossene, bequeme Schuhe. Normale Turnschuhe. Keine Bergstiefel.
- Eine richtige Sonnenbrille und Creme mit hohem Faktor, auch im Dezember: In der Sahara reflektiert das Licht im Sand und brennt von unten.
- Mütze. Eine gegen die Sonne, eine aus Wolle für die Nacht. Das ist die häufigste Lücke im Gepäck.
- Powerbank. Im Camp gibt es keinen Strom.
- Stirnlampe. Klein, um sich im Camp zu bewegen. Wir stellen Laternen, aber eine eigene Lampe ist bequem.
Was Sie nicht mitbringen müssen
Schlafsack, Decke, Isomatte, Wasser, Essen, Stühle, Kocher. Das alles fährt im 4x4 mit oder reist auf dem Rücken der Dromedare und steckt bereits im Preis. Auch Expeditionskleidung braucht es nicht: Das hier ist eine Nacht in einem aufgebauten Camp, keine Polardurchquerung.
Und eines ist wirklich überflüssig: der Hartschalenkoffer. Er nimmt dreimal so viel Platz weg, lässt sich im Kofferraum nicht vernünftig stapeln und beim Trekking gar nicht transportieren. Eine weiche Tasche löst das.
Nach Jahreszeit
- Oktober–November und Februar–April: die Grundliste. Nächte von 15–19 °C, ein Fleece genügt.
- Dezember–Januar: Wollmütze, Handschuhe und eine Thermolage dazu. Nächte von 0 bis 6 °C.
- Mai und September: mehr Wasser und mehr Sonnenschutz; die Mittagshitze wiegt bereits.
- Juli–August: Wir bauen keine Nächte in den Dünen. Wer dann kommt, fährt die Tour bei Sonnenaufgang, und dann zählen Hut, Wasser und ein früher Start.
Beim Trekking ein Unterschied
Beim Trekking mit Dromedaren ist das Gepäck auf eine weiche Tasche von 8 bis 10 Kilo pro Person begrenzt, und Sie laufen mit einem kleinen Rucksack: Wasser, Tuch, Kamera. Da es drei oder vier Tage keine Dusche gibt, zählt Wechselkleidung mehr als bei einer einzelnen Nacht.
Wann kommen und mit welchen Temperaturen: der Saisonführer.
Häufige Fragen
Wie viel Gepäck darf ins Camp?
Eine weiche Tasche pro Person mit dem Nötigen für ein bis zwei Nächte. Der Rest bleibt kostenlos bei uns in Foum Zguid: Im 4x4 ist der Platz begrenzt, und beim Trekking tragen die Dromedare.
Braucht man einen eigenen Schlafsack?
Nein. Wir stellen warme Schlafsäcke, Decken und Laken. Wer den eigenen lieber nimmt, kann ihn mitbringen — gefroren hat aber noch niemand, weil er keinen dabei hatte.
Welche Schuhe?
Geschlossene, bequeme Turnschuhe, nichts Technisches. Bergstiefel sind überflüssig, Sandalen laufen voll Sand. Fürs Camp sind Badeschlappen praktisch, weil man dort ohnehin fast immer barfuß geht.
Gibt es Steckdosen im Camp?
Es gibt keinen Strom. Bringen Sie eine geladene Powerbank mit: Sie reicht problemlos zwei Tage für Handy und Kamera. Es ist auch der Grund, warum die Leute hier weniger auf den Bildschirm schauen — und das finden wir nicht schlecht.